Google Ads bietet eine Vielzahl an Kampagnentypen, die auf unterschiedliche Unternehmensziele und Zielgruppen abgestimmt sind. Egal ob du ein lokales Geschäft betreibst, einen Online-Shop führst oder Dienstleistungen für andere Unternehmen anbietest – die Wahl des richtigen Kampagnentyps ist entscheidend für deinen Erfolg.

In diesem Artikel erfährst du, welche Kampagnenarten es gibt, wann sie sinnvoll sind und wie du sie optimal einsetzen kannst.

Vorabinfo: Was ist eine Google Ads Kampagne?

Eine Google Ads Kampagne ist eine strukturierte Form der Online-Werbung, bei der Anzeigen gezielt in verschiedenen Google-(Partner-)Netzwerken ausgespielt werden.

Die Kampagne legt fest:

  • Wo deine Anzeigen erscheinen (z. B. Google-Suche, YouTube, Display-Netzwerk).
  • Welches Format die Anzeigen haben (Text, Bild, Video, kombinierte Formate).
  • Welche Zielgruppe angesprochen wird.

Die dafür einzurichtenden Kampagnentypen sind je nach Zielsetzung und Branche extrem unterschiedlich in ihrer Effektivität. Daher gilt mal wieder mein Credo – Suchmaschinenmarketing mit Plan.


Welche Google Ads Kampagnen gibt es?

Google Ads bietet im wesentlichen folgende Hauptkampagnentypen:

  1. Suchkampagnen (Search Network)
  2. Shopping-Kampagnen
  3. Performance Max-Kampagnen
  4. Display-Kampagnen
  5. Videokampagnen (v.a. via YouTube)
  6. App-Kampagnen
  7. Demand Gen-Kampagnen
  8. Smarte Kampagnen
Überblick Google Ads Kampagnen

Search Network Kampagnen („klassische Textanzeige“ auf Google): Wann machen sie Sinn?

Suchkampagnen sind ideal, wenn Nutzer aktiv nach deinen Produkten oder Dienstleistungen ganz konkret suchen (transaktionaler Search Intent). Deine Anzeigen erscheinen direkt in den Suchergebnissen von Google – dort, wo potenzielle Kunden ihre Kaufentscheidung treffen.

B2C: Konsumgüter und lokale Sichtbarkeit

  • Du verkaufst Konsumgüter, nach denen explizit gesucht wird, aber dein Unternehmen taucht organisch nicht oder nur schlecht in den Suchergebnissen auf (Position 10 abwärts). Hier lohnt sich eine SEA-Strategie.
  • Dein Unternehmen betreibt ein lokales Geschäft und möchte zusätzliche Sichtbarkeit in der Region generieren. Search Anzeigen haben den Vorteil, dass bei Integration der sogenannten „Suchnetzwerkpartner“ die Werbung auch in Google Maps ausgespielt wird.
Beispiel Search Network Kampagne - Haftplichtversicherungen

B2B: Dienstleistungen und Beratung

  • Du bietest eine Dienstleistung an, die klar gesucht wird und auf einer optimierten Landingpage überzeugend präsentiert wird. Vertrauen ist hier entscheidend – der Call-to-Action sollte realistisch sein (z. B. Terminbuchung statt Direktkauf).
  • Für standardisierte Produkte wie E-Learning-Kurse können Suchkampagnen ebenfalls effektiv sein.
Beispiel Search Network Kampagne - Medizinbekleidung

Shopping-Kampagnen: Wann machen sie Sinn?

Shopping-Kampagnen sind das Werbeformat für Online-Shops, die physische Produkte verkaufen. Sie nutzen Produktbilder und Preise, um Kunden direkt anzusprechen.

Besonderes gut geeignete Produktkategorien für Shopping:

  • Mode
  • Möbel
  • Elektronikartikel
  • Lebensmittel
  • Kosmetik
  • Sportartikel

Funktionsweise von Google Shopping

  1. Einrichtung des Google Merchant Centers:
    • Produktdaten aus deinem Shop werden synchronisiert (in der Regel über eine geeignete Schnittstelle; weitere Infos dazu hier)
    • Das Merchant Center wird mit deinem Google Ads Konto verknüpft.
  2. Steuerung der Anzeigen:
    • Produkte werden beispielsweise per Produkt-ID (oder andere Merkmale aus dem Produktfeed) ausgewählt.
    • Negative Keywords können im Anschluss ausgeschlossen werden, sodass die Performance der Anzeige nochmals gesteigert wird.
  3. Optimierung:
    • Je detaillierter die Produktinfos gepflegt sind, desto besser funktioniert die Ausspielung.
Shopping Kampagne am Beispiel Merinopullover
Je besser die Produktdaten gepflegt sind, desto wahrscheinlicher ist es in derart spezifischen Suchanfragen mit der Anzeige aufzutauchen

Vorteile von Shopping-Kampagnen

  • Prominente Platzierung in den Suchergebnissen und im Shopping-Tab.
  • Mehrfache Präsenz auf einer Suchergebnisseite möglich.
  • Höhere Conversion-Rates durch visuelle Produktdarstellung (+30 % gegenüber Textanzeigen).

Performance Max Kampagnen: Wann machen sie Sinn?

Performance Max Kampagnen kombinieren verschiedene Anzeigenformate (Search-, Display-, Video-, Shopping-Anzeigen). Der Algorithmus nutzt zahlreiche KI-Daten zur fortwährenden Optimierung im Kampagnenprozess.

Einsatzbereiche von „P-Max“

  • Ideal für Online-Shops oder Dienstleister mit aktivem Conversion Tracking.
  • Besonders sinnvoll, wenn bereits Erfahrungen mit Search und Shopping Kampagnen gesammelt wurden.

Funktionsweise von Performance Max Kampagnen

  1. Hinterlegung von Suchthemen (Keywords) und Zielgruppen.
  2. Integration von Produkten aus dem Merchant Center.
  3. Erstellung von diversen Anzeigenelementen:
    • Textzeilen (Titel, Beschreibung)
    • Bilder und Videos
    • Assets wie Sitelinks und Preiserweiterungen
Shopping Kampagne am Beispiel Medizinbekleidung
Eine Perfomance Max Kampagne hat viele Erscheinungsbilder (je nach Ausspielungskanal)

Vorteile der P-Max-Kampagnen

  • Maximierung des Umsatzes: Der Algorithmus optimiert kontinuierlich für die höchste Conversion-Rate und den besten ROI (Return on Investment).
  • Kanalübergreifende Reichweite: Anzeigen werden über verschiedene Google-Netzwerke ausgespielt.
  • Automatisierte Optimierung: KI passt Gebote und Anzeigenplatzierungen in Echtzeit an.
  • Effiziente Ressourcennutzung: Eine Kampagne deckt mehrere Werbekanäle ab.

Die weiteren Kampagnentypen: Wann machen sie Sinn?

Bleiben noch Display-, Video-, App-, Demand Gen- und smarte Kampagnen. Hier gehe ich absichtlich nicht ganz so tief in die Materie.

Displaykampagnen

  • Fokus auf Branding und Reichweite.
  • Sinnvoll für Retargeting bei größeren Unternehmen mit ausreichend Daten.

Videokampagnen

  • Ideal für Markenbekanntheit mit hochwertigem Videomaterial.

App-Kampagnen

  • Für Unternehmen geeignet, die ihre eigene App promoten möchten.

Demand Gen Kampagnen

  • Mischung aus Display und Video Ads – hauptsächlich für Reichweite und Branding geeignet.

Smarte Kampagnen

  • Nicht empfehlenswert! Diese automatisierten Kampagnen bieten wenig Kontrolle über die Ausspielung und sind oft ineffizient.
Der richtige Google Ads Kampagnentyp für dein Unternehmen | Frederik Schafmeister
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Fazit: Was ist unterm Strich der „beste“ Kampagnentyp

Wie soll es anders sein – kommt jetzt die typische Berater-Antwort: „Es kommt drauf an.“ 😉

Bei der Wahl des richtigen Google Ads Kampagnentyps solltest du dein Geschäftsmodell und deine spezifischen Ziele berücksichtigen:

  • Für direkte Verkäufe und Lead-Generierung -> Search oder Shopping Kampagnen.
  • Für maximalen Umsatz basierend auf Conversion-Daten -> Performance Max Kampagnen.
  • Für Branding und Reichweite -> Display oder Video Kampagnen.

In meinen Kundenprojekten lande ich letztlich fast immer bei der Abfolge 1) Search Network 2) Shopping und 3) Performance Max, da hier die Chancen auf Umsätze am höchsten stehen.

Das ist jetzt meine persönliche Meinung aus der Sicht meiner Google Ads Betreuungen für kleinere und mittlere Unternehmen, Mittelständler und Selbständigen: Reine Display oder Video Kampagnen werden häufig überbewertet, denn für Branding und Markenbekanntheit gibt es meines Erachtens bessere und günstigere Wege (bspw. Social Media, Influencer Marketing, PR-Arbeit, Backlinks etc.).

Jetzt mit Google Ads starten

Soweit mein Überblick zu den Kampagnentypen in Google Ads. Hast du noch Fragen? Melde dich gerne für ein Erstgespräch, um unverbindlich über mögliche Google Ads Potentiale in deinem Business zu sprechen. 


FAQ – häufig gestellte Fragen bzgl. den verschiedenen Kampagnentypen

Was sind die Vorteile von Google Ads Kampagnen?

Google Ads bietet diverse Vorteile für Unternehmen. Dazu gehören die Neukundenakquise, eine größere Sichtbarkeit und die Maximierung von Gewinn und Umsatz. Zudem ermöglicht Google Ads eine gezielte Reichweite, indem Anzeigen auf spezifische Zielgruppen basierend auf Suchbegriffen, Standort, demografischen Daten und Browsing-Verhalten ausgerichtet werden. Schnelle Ergebnisse und Skalierbarkeit sind weitere Pluspunkte, da im Gegensatz zu organischen Suchstrategien sofortige Sichtbarkeit besteht. Unternehmen haben zudem die Flexibilität, Anzeigeninhalte jederzeit anzupassen, Kampagnen zu pausieren und Budgets zu korrigieren.

Wann sollte man mit Google Ads beginnen?

Man sollte mit Google Ads beginnen, sobald das Unternehmen einen optimierten Online Shop oder bei Dienstleistern geeignete Landingpages vorweisen kann. Es ist auch wichtig, ein klares Ziel definiert und die Zielgruppe identifiziert zu haben.

Wie sehen Performance Max Kampagnen aus?

Bei Performance Max Kampagnen gibt es verschiedene Werbemittel. Die Anzeige aus einer Performance Max Kampagne kann daher als Suchanzeige, Display-Ad, Video oder Shopping Anzeige dem User ausgeliefert werden. Diese Werbemittel müssen bei Kampagneneinrichtung allesamt konfiguriert werden, daher ist die Einrichtung auch deutlich komplexer.

Warum ist Display Werbung für kleine Unternehmen eher irrelevant?

Display-Werbung ist für kleine Unternehmen oft weniger relevant, da sie weniger zielgerichtet ist als Suchanzeigen und daher möglicherweise weniger effektiv für begrenzte Budgets. Der Fokus bei Google Ads liegt oft auf der Erreichung kaufbereiter Nutzer, was bei Suchanzeigen direkter möglich ist.

Wie optimiert man Google Ads Kampagnen?

Die Optimierung von Google Ads Kampagnen erfolgt durch regelmäßige Überprüfung der Conversion-Daten und Anpassung von Geboten und Zielgruppen. Es ist wichtig, die Anzeigenelemente kontinuierlich zu verbessern und negative Keywords zu nutzen, um irrelevante Klicks zu vermeiden. Bei Shopping-Kampagnen sollte der Produktfeed im Google Merchant Center optimiert werden.

Welche Vorteile bietet die Kombination von Kampagnentypen?

Die Kombination von verschiedenen Kampagnentypen bietet mehrere Vorteile. Sie ermöglicht eine breitere Reichweite und das Erreichen unterschiedlicher Zielgruppen. Unternehmen können je nach Produkt verschiedene Kampagnen nutzen, um unterschiedliche Zielgruppen über unterschiedliche Werbemittel anzusprechen. Dies kann auch dazu beitragen, verschiedene Phasen der Customer Journey abzudecken.

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