3 GrĂŒnde, warum dich Pinterest im EndkundengeschĂ€ft langfristig nach vorne bringt.

Pinterest StartoberflÀche macbook

Pinterest Marketing nutzen, okay. Da stellt sich natĂŒrlich als allererstes die Frage der Fragen im Content Marketing von heute.

„Warum denn bitte jetzt noch eine Plattform?“

Die Frage ist sicherlich berechtigt. Aber eines wird hierbei jedoch strĂ€flich vergessen: Funktioniert Pinterest-wirklich wie eine typische Social-Media-Plattform? Mit Community-Betreuung und einem endlosen „Content-Hamsterrad“ bei schwindenden organischen Reichweiten. Nein, Pinterest sieht sich selbst als „visuelle Suchmaschine“ und diese Ausrichtung spiegelt sich in den Funktionen der Plattform wider.

Es lohnt sich also einmal ĂŒber den Tellerrand zu schauen. Die Entwicklung der Plattform ist konstant positiv und das seit nunmehr gut 10 Jahren (siehe Quellen am Ende des Artikels). Ich glaube von einem kurzfristigen „Hype“ können wir da wohl kaum sprechen, oder?

Klichees und Unwissenheit sind keine Ausrede (mehr).


Aus meinen KundengesprĂ€chen der letzten 3 Jahre, eigenen Projekten und Social-Media-LehrgĂ€ngen mit nunmehr ĂŒber 300 Teilnehmenden habe ich so einige Erkenntnisse ziehen können. Meine Liste an Pro-Argumenten könnte ich noch lange fortfĂŒhren, doch fĂŒr heute belasse ich es erst einmal bei meinen drei wichtigsten Beobachtungen.

Packen wir es an. Ich stelle mich nur zu gerne den vermeintlichen Contra-Argumenten wie „Pinterest ist doch nur was fĂŒr Frauen“ und „mein Business hat nix mit Basteln und Modekram zutun“.

Hochzeitsfoto mit Luftballons, wie sie auf Pinterest typisch sind
Photo by Ălvaro CvG on Unsplash

1. Kein krÀftezehrender Kampf mehr um Likes und Follower

Sind wir doch einmal ehrlich. Schauen wir nicht alle (zumindest mit einem Auge) auf Follower, Likes und Views?

WOW – 100K Follower. Das muss ein guter Insta-Acccount sein.

Ich glaube das lĂ€sst sich nicht abstreiten. Das ist schlicht ein menschliches PhĂ€nomen, wir vergleichen wo wir nur können und der „Social-Proof“ ist eine harte WĂ€hrung auf Social Media. Blöd nur, wenn es mittlerweile in jeder Branche schirr ĂŒbermĂ€chtige Influencer und große Corporates gibt. Also Accounts, wo mit einem enormen Einsatz an Zeit (durch-optimierten Fotos) und Geld (Werbebudgets) gearbeitet wird.

Gegen diese Accounts in der eigenen Branche anzukĂ€mpfen ist wirklich zermĂŒrbend und fĂŒhrt zur Frustration. Oft dachte ich mir:

Verdammt: Meine Inhalte sind doch echt gut, zielgruppenrelevant und sauber recherchiert. DafĂŒr tut sich hier viel zu wenig. Mit tollen Bikini-Fotos kann ich leider nicht dienen.


Es mĂŒsste doch irgendwo eine faire, demokratische Plattform geben, wo sich „einfach nur der beste Inhalt“ durchsetzt.
MEMO an mich selbst 😉

Memo an mich selbst 😉

Ging es dir auch schon einmal so? Mich haben diese Überlegungen teilweise bis in den Schlaf verfolgt. Bis ich mich dann ab 2016 mehr und mehr mit Pinterest auseinandersetzte.

2. Dauerhaftig & nachhaltig gefunden werden statt „Quick & Dirty“

Die Anfangszeit war mĂŒhsam, es tut sich nicht viel. Doch nach drei Monaten ging es langsam los, nach einem halben Jahr war kein Zweifel mehr da. Auf einmal schnellten die Zugriffszahlen meiner Websites nach oben. „Pinterest, als stĂ€rkste Social Traffic Quelle? TrĂ€ume ich jetzt?“ Nein, es ist die RealitĂ€t.

Auf Pinterest, stehen Follower und Likes im Hintergrund. Der Algorithmus der Plattform belohnt es, wenn die User meine Inhalte (alias Pins) inspirierend finden. Ganz ohne „Blenderei“, sondern einfach weil der Inhalt meine Zielgruppe abholt.

Im Mittelpunkt der Plattform steht das SuchbedĂŒrfnis der User. So geht der durchschnittliche Pinterest-User anlassbezogen auf die Plattform und sucht nach Anregungen fĂŒr zukĂŒnftige Projekte im eigenen Leben. Im Gegensatz zu Instagram oder Twitter lĂ€sst sich der User nicht von gegenwĂ€rtigen oder vergangenen Ereignissen berieseln, sondern nimmt sein zukĂŒnftiges Leben in die Hand.

Das können ganz banale AnlÀsse sein:

  • „Was koche ich mir heute Abend zu Essen?“ oder „Was ziehe ich fĂŒr das VorstellungsgesprĂ€ch nĂ€chste Woche an?

Aber auch die wirklich großen LebenstrĂ€ume finden sich auf der Plattform wider:

  • Wie gestalte ich mir mein zukĂŒnftiges Haus?“ oder „Wie baue ich mir eine erfolgreiche SelbststĂ€ndigkeit auf ?“
Einhorn-Fotowelt auf Instagram, Swimmingpool
Photo by Jose Martinez on Unsplash

3. Hochzeiten & DIY adé?Fast jede B2C-Branche funktioniert.

Jetzt am Ende des Artikels bin ich noch eine Antwort schuldig: Welche Branchen kommen denn am Ende des Tages fĂŒr Pinterest-Marketing ĂŒberhaupt in Frage? Mit der Überschrift habe ich es schon fast vorweg genommen, es funktioniert fast jede Branche. Doch warum?

Pinterest-User wollen ihr Leben insgesamt verschönern und verbessern. Da wÀre es etwas kurz gedacht den Usern zu unterstellen nur nach Hochzeitsplanung oder Bastel-Ideen zu suchen. Sicherlich waren die beiden genannten Bereiche mit die ersten besonders reichweitenstarken Themen der Plattform, doch das Bild ist deutlich vielfÀltiger geworden.

So berichtet die amerikanische Pinterest-KoryphÀe Kate Ahl in ihrem Audioformat The Simple Pin Podcast:

The only time that Pinterest would not be a good fit is if you are a local dental office. […] If you have a very locally targeted audience, Instagram or Facebook might work better for your business.

Kate Ahl

Und sie geht weiter ins Detail:

Recipes, weddings, crafts, gardening, fashion
 everything you can imagine is being searched for on Pinterest. People are interested in budgeting, business coaching, and how to work from home. The opportunities are endless as we see Pinterest grow. 

Kate Ahl

Dieses Bild spiegelt sich auch im Pinterest-Trend-Bericht 2020 einmal mehr wieder, welchen ich nachfolgend verlinkt habe. Die Plattform berichtet im Rahmen verschiedener Veröffentlichungen regelmĂ€ĂŸig ĂŒber neue Oberthemen und auch Nischen auf der Plattform. Diese Trends sind nicht aus der Luft gegriffen, sondern basieren auf den Suchanfragen der User.

Aus eigener Erfahrung kann ich das nur unterstreichen, mittlerweile lassen sich so gut wie alle Nischen auf Pinterest finden. Und die Accounts können mit der richtigen Strategie auch zum Laufen gebracht werden: sei es Finanzen; sei es Coaching; sei es Technik; es gibt kaum ein Thema, was nicht funktioniert.

Eine kleine Klammer, neben den sehr lokal-bezogenen Unternehmungen, möchte ich jedoch noch setzen. Mit meinem Pinterest-Business-Account sollte ich nicht, nur weil Business drauf steht, wie im Produktkatalog mit einfachen Freisteller-Fotos arbeiten und plump auf den Online Shop verlinken. Bloß nicht!

Pinterest-User wollen Inspiration und Inhalte mit echtem Mehrwert. Stellt euch immer folgende Frage:

Warum wĂŒrde ich als Privat-User genau zu diesem Pin auf den Merken-Button oder auf den Website-Link klicken?

Na, bist du mit deinem Unternehmen jetzt auch ganz bald auf Pinterest?

So denken die Teilnehmenden am Ende meiner Seminare ĂŒber die Plattform Pinterest. Lasst uns die Chancen erkennen.

Ich freue mich auf Kommentare und weiteren Austausch in Sachen Pinterest. Lasst mich gerne wissen, welche Themen euch noch interessieren.

Wortwolke Pinterest

Anbei noch meine versprochenen Quellenangaben:

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